Pferdehof Lissy
Pferdehof Lissy

Wie ich zu den Pferden kam

Ich kann mir ein Leben ohne Pferde gar nicht mehr vorstellen. Ich denke, so geht es vielen. Einmal damit angefangen und schon ist es um einen geschehen. Mich fasziniert die Schönheit, die Power und  dass Pferde von Grund auf zu jedem Lebewesen keinerlei Greul hegen. Sie sind treue Gefährten ein Leben lang, wenn man sie gut behandelt.

 

Ohne meine Mama und meinen Papa hätte ich das nie schreiben können, da es mir sonst nie passiert wäre. Sie haben mich immer unterstützt, in jeglicher Hinsicht. Hiermit möchte ich euch sagen: "Vielen Dank" und "Ich liebe Euch".

 

Bei mir fing diese Liebe mit der kleinen, zotteligen Shettystute meiner damaligen Nachbarin an. Am Anfang ritt ich sie nur ab und zu, dann durfte ich endlich irgendwann Reitbeteiligung auf ihr machen. Ich war stolz wie Bolle, obwohl ich misten, füttern und tränken musste. So lernt man es aber am besten. Die kleine Lissy lehrte mich sehr gut zu sitzen, da sie mich in den ersten paar Monaten jeden Tag mindestens einmal absetzte. Nicht etwa mit buckeln, nein, sie rannte im Affenzahn los und schlug einen Haken oder sie sah einen Baum, an dem sie mich dann hängen ließ. Meine Nachbarin sagte immer zu mir, ich werde es nie vergessen: "Egal was passiert, laß Lissy niemals los!" :-)

Das tat ich auch nie. Meine Freundin Carola und ich fuhren mit Lissy immer Sulky und erforschten die Welt.

Zu meinem elften Geburtstag bekam ich sie geschenkt. Dieser Tag war, bis dahin, der schönste in meinem Leben.

 

Da, mit elf Jahren, doch schon zu sehen war, dass ich eventuell noch etwas wachsen würde, überlegten wir Lissy decken zu lassen. Wir fanden einen wunderschönen kleinen deutschen Reitponyhengst, der dann einige Zeit bei uns stand. Ich konnte ihn nicht ausstehen. Er hat gezwickt, ist pausenlos gestiegen und hat mich nicht an meine Lissy gelassen, außerdem kam er mir so unendlich groß vor. Nachdem ich aber erfuhr, wie der kleine Mann gehalten wurde bekam ich Mitleid. Er stand, seit dem er von seiner Mama getrennt wurde, ca. 4,5 Jahre ganz alleine auf einer Koppel, die vielleicht drei mal drei Meter war. Raus kam er höchstens mal, wenn sein Besitzer Lust hatte, auf der Strasse mit ihm an der Hand Fahrrad zu fahren. Zudem war seine Hauptnahrung Hafer und Brötchen, ach ja, Rübenschnitzel und Zucker gab es auch noch.

Nach vielen Überredungskünsten meiner Nachbarin kauften wir ihn, unseren kleinen Navajo. Er wurde nach einer Weile eins der liebsten und anhänglichsten Pferde die ich kennengelernt habe. Es gab leider kein Fohlen von Lissy und Navajo wäre, im nachhinein logisch betrachtet, sicherlich auch zu klein geworden. Ich ritt Navajo alleine ein und er war perfekt!!!!!! (für mich)

Ich ritt ihn mit Halfter und ohne Sattel im Gelände (als Hengst). Ich machte damals schon Übungen mit ihm, die heute weltbekannt sind, wie zum Beispiel Pat Parelli und Monty Roberts sie lehren. Ich wußte nicht, dass es so etwas wichtiges ist, ich machte es einfach intuitiv und außerdem hatten Navajo und ich viel Spaß dabei. Ich nannte es alledings nicht Natural Horsemanchip, sondern `Fangen spielen`und so.

Irgendwann ließ ich ihn kastrieren, oh Gott war das schrecklich. Dabei saß ich nur an seinem Kopf und hab ihn gestreichelt. Trotzdem wurde ich kreidebleich. Carola stand genau beim Geschehen und schaute gespannt zu!

 

Ich gab bei einer befreundeten Pferdewirtin in den Sommerferien, auf ihrem Reiterhof, Reitunterricht und verpflegte die Pferde, mit zwölf Jahren. Von ihr lernte ich alles über Pferde und auch das Reiten. Mit 16 Jahren, als sie leider ihren Hof aufgeben musste, bekam ich Gypsi von ihr geschenkt. Sie hatte vor dem Leben bei meiner Freundin anscheinend schon einiges durchgemacht. Sie brauchte sehr lange, um zu jemanden vertrauen zu haben, was darauf zurückzuführen war, dass man ihr wahrscheinlich das Nasenbein irgendwann gebrochen hatte. Sie hatte zwei Verletzungen an den Beinen, was man an den Überbeinen erkennen konnte und sie hatte Scheuerstellen auf dem Nasenbein und auf dem Rücken.Wie kann man einem Pferd nur so etwas antun?

Trotzdem war sie einfach nur toll. Auf ihr war das Reiten wie fliegen. Wir passten wie die Faust aufs Auge zusammen. Ich ritt sie auch mit Halfter oder Halsreifen im Gelände. Mit ihr bestritt ich auch mein erstes und einziges Tunier(meinem Papa zuliebe).

 

Mit 16 Jahren machte ich ein Praktikum bei den Tierärzten Frau Fechner und Hr. Lüers.

 

Irgendwann übernahmen wir Linda, da ihre Besitzerin es sich mehr leisten konnte. Sie stand mittlerweile, mit kleinen Unterbrechungen, knapp zehn Jahre bei uns. Wir wollten außerdem unsere beiden Liebenden, "Navajo und Linda", nicht mehr trennen. Sie ist ein sehr nettes und ruhiges Pferd, bei der die Kinder immer kuscheln dürfen.

Mittlerweile ist sie mit 40 Jahren von uns gegangen.

 

Lissy musste ich leider 2004, mit 24 Jahren, einschläfern lassen, da sie schwer am Cuching-Syndrom erkrankt war. Sie war 16 Jahre lang meine beste Feundin ...

Gypsi verletzte sich schwer bei einem Ausritt am Bein. Nach langen Versuchen sie wieder fit zu bekommen blieb leider kein anderer Ausweg mehr als sie zu erlösen ... Es tut mir immer noch in der Seele weh, dass es nicht anders ausging ...

Ich habe sie beide sehr geliebt und ich hoffe es geht ihnen jetzt besser, wo auch immer sie sind ...

 

2006 sind wir in den Spreewald gezogen, um unseren Traum vom Eigenheim und vielen Tieren zu erfüllen.

2007 kam Domra zu uns! Von einer befreundeten Züchterin! Dieses Pferd hat einen unvergleichlichen Charakter! Auch sie bildete ich selber aus. Sie war schon 11 Jahre alt, aber sie lernte schnell und bis auf ein- zwei kleinen Bucklern verlief alles super harmonisch. Sie wird zwar nie ein top ausgebildetes Pferd sein, da sie einfach schon zu alt war um sie richtig zu gymnastizieren, aber sie lässt sich gebisslos selbst von ganz Unerfahrenen reiten (selbst meine 5 jährige Tochter kann sie alleine im Schritt reiten). Sie ist ein top Geländepferd und auf sie ist immer Verlass!

Dann kam ja noch der kleine Kapello! Meine Tochter hat ihn vom Weihnachtsmann bekommen. Mir ist bewusst, dass es sein kann, dass ihr Interesse nach einiger Zeit nachlässt, dann habe ich ja noch eine Tochter und wenn die auch nicht möchte, wird er wohl eingefahren. Er ist ein ganz klasse Pony und so nervtötend *gg*. Egal was rumliegt, es wird untersucht, egal wo du hingehst, er ist auch da, egal was der Hund macht, er wird gejagt, egal was Navajo macht, er wird geärgert! Aber er ist so putzig und er und Josie lieben sich abgöttisch.

 

Ich habe mir vor kurzem meinen Traum erfüllt und mir einen kleien Hengst(Bilder kommen noch) gekauft. Er ist zwar kein Vollblutaraber, aber eine ganz tolle Mischung aus Arabohafi(Mama) und englischem Vollblut, die ja bekannterweise viel Araberblut in sich tragen.... Wo die Liebe eben hinfällt...

 

 

 

Ich hoffe der Text war nicht zu lang. Ich wollte verständlich machen was mir Pferde bedeuten und wie ich mir meine Erfahrungen angeeignet habe.

 

Liebe Grüße Melanie

Pferdehof Lissy
Zauche 1
15938 Kasel-Golzig

Telefon: 0163 /

              23 51 59 2

Wir haben noch einen Offenstallplatz frei!

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